Projekt GigaFOS (2004)

Schielwinkelmessplatz

Schielwinkelmessplatz für die Justage beim mikrooptischen Schleifring

GigaFOS steht für Gigabit–Faser-Optischer-Schleifring und wird nach Mikrodreh als zweites Projekt im Rahmen der "Mikrosystemtechnik" vom Bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert. Ziel ist die Entwicklung von optischen Drehübertragern für Datenraten > 10 Gbit/s. Diese "Schleifringe" müssen dabei einen großen freien Innendurchmesser aufweisen, das sie bevorzugt für medizinische Anwendungen (Computertomographie) eingesetzt werden sollen.

Im Sinne von "never change a winning team" arbeiten die gleichen Partner wie bei Mikrodreh wieder zusammen. Ähnlich wie bei Mikrodreh wurden die Grundlagen an der FH Nürnberg gelegt. Matthias Rank, Günther Schoppel und Thomas Zeiler legten mit ihren Diplomarbeiten eine Basis für die Prototypenentwicklung, die zwei von ihnen (M. R. und G. S.) bei Schleifring dann auch selbst durchführen durften.

Dort ist auch die Projektleitung durch Harry Schilling sowie die Systemintegration durch Maren Isert angesiedelt, beides Absolventen unseres Fachbereichs mit Diplomarbeiten im Optiklabor. Damit ist der vielbeschworene "Technologietransfer" von der Hochschule in die Wirtschaft einmal eindrucksvoll demonstriert, was auch dazu führte, daß Prof. Poisel dafür den Innovationspreis 2004 des "Bayerischen Kompetenznetzwerks" erhielt.

Preisverleihung

Preisverleihung Bayerischer Innovationspreis Mechatronik

Urkunde

Urkunde: Bayerischer Innovationspreis Mechatronik

Aktuell (Dezember 2004) ist bereits ein erstes Demosystem mit einer Übertragungskapazität (Weltrekord!) von 10 Gbit/s bei einem freien Innendurchmesser von ca. 1 m zu Testzwecken an einen Kunden ausgeliefert und Matthias Rank arbeitet am BLZ zusammen mit dem POF-AC bereits an der nächsten Ausbaustufe mit noch höherer Kapazität.