NG-POF – Polymerfasern der neuen Generation (2002)

Projektleiter: Christian-Alexander Bunge
Auftraggeber: Staedtlerstiftung

Unter dem Namen "NG-POF" läuft seit Mitte 2002 ein Projekt, das zum einen zum Ziel hat, bisher veröffentlichte Simulationsmodelle zu schon existierenden POF-Varianten zu finden, zum anderen dazu beitragen soll, neue Arten von Polymerfasern zu kreieren und zu entwickeln, die den Anforderungen der Zukunft besser gewachsen sein sollen. NG-POF ist auf zwei Jahre angelegt und wird von der Staedtler-Stiftung gefördert. Ansprechpartner für dieses Projekt ist C.-A. Bunge.

MPOF

Mikrostrukturierte POF (MPOF)
(Australian Photonics, Univ. Sydney, 2003)

In der ersten Phase wurden existierende Modellierungsansätze für die Stufenindex- und die Gradientenindex-Faser zusammengetragen und miteinander verglichen. In Zusammenarbeit mit der Universität des Baskenlandes (UPV-EHU) in Bilbao wird zusätzlich an der Realisierung eines Ray-Tracing-Modells für die Multistufenindex-Faser gearbeitet. Parallel dazu werden auch andere Ansätze zur Modellierung verfolgt, die zunächst als Referenz dienen. In einem weiteren Schritt soll die tatsächliche Effizienz und Genauigkeit der einzelnen Ansätze bei der Simulation von Polymerfasern untersucht werden.

Neben der Literaturrecherche zu Modellierungsmodellen wurden Veröffentlichungen zu mikrostrukturierten Fasern, sogenannte Photonic Crystal Fibres (PCF), zusammengetragen. In dieser Form der Faser verlaufen Löcher entlang der gesamten Strecke. Diese Löcher beeinflussen die Ausbreitungseigenschaften der Faser und wirken teilweise wie eine Brechungsindexverringerung. Im Extremfall lassen sich mit dieser Technologie sogar Fasern herstellen, in denen das Licht in einem hohlen Kern in Luft geführt wird. Obwohl der Großteil bereits realisierten PCF in Glas hergestellt wird, gibt es auch schon Ansätze in Polymeren. Bisher wurde über diese Ansätze ein Überblick und erste Überlegungen zur Modellierung solcher Strukturen erarbeitet.

Als weitere Schritte sind Testverfahren für mikrostrukturierte POF geplant, da diese Fasern nicht mit den üblichen Messmethoden charakterisiert werden können. In weiterer Zukunft sollen dann die untersuchten Fasertypen simuliert werden können und somit auf spezielle Einsatzgebiete optimiert werden. Hierbei wird sich dann zeigen, in welchen Bereichen die neuen Fasern Vorteile gegenüber den bereits etablierten Fasern haben werden.